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Aktueller Kilometerstand: 20493 km

Moin, Moin,
schön, dass Du den Weg auf meine Seite gefunden hast.
Ich würde mich über einen Eintrag im Gästebuch mit Anregungen, Tipps, Erfahrungen oder Kritik sehr freuen.

In den nachfolgenden Texten finden sich immer mal wieder farblich unterlegte unterstrichenen Wörter. Wenn Du da drauf klickst wirst Du auf andere Seiten außerhalb dieser Homepage weitergeleitet für deren Inhalt ich natürlich keine Verantwortung übernehmen kann. Die Seite öffnet sich dann in einem neuen Fenster, von dem Du nach dem Schließen dann wieder hierher zurück kommst.

Auf der Suche nach einer leichten, mit gutem Wetterschutz und ausreichender Reichweite ausgestatteten Enduro zum Endurowandern mit leichtem Gepäck und gerne auch mit Zelt, Isomatte und Schlafsack habe ich (Ralf) mich nun für die Honda CRF 250 Rally, die seit April 2017 zu haben ist, entschieden und möchte auf dieser Seite meine Erfahrungen mit euch teilen bzw. austauschen.

Andere private Erfahrungen zur CRF 250 Rally habe ich hier beim "Wolf" und hier beim Björn gefunden.

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Andere interessante Seiten:

Mimotos Reiseforum

Bike on Tour

Svendura

Forum Endurowandern

Offroadforen-Community

Phils Garagenblog

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Da ich bisher, abgesehen von der KTM 690 Enduro, nur "erwachsene" Reiseenduros wie R1150 GS, V-Strom 1000, F800 GS Adventure, R1200 GS Adventure, XT 660 Z und CRF 1000 Africa Twin gefahren habe, war ich anfangs auch eher skeptisch, ob 250ccm und 25 Ps überhaupt ein Motorrad bewegen können.

Ich wohne in der Nähe von Bremen und somit weit weg von den Bergen. Daher lag bisher immer das Hauptaugenmerk auf eine entspannte Anreise.

In den Alpen angekommen hab ich mich dann aber häufig über das hohe Gewicht des Motorrades geärgert, da ich am liebsten Schotterwege und schmalste Strassen fahre.

Daher nun mal der Versuch in die andere Richtung. Hauptaugenmerk auf die Bedingungen am Reiseziel.

Zur Reichweite kann ich schon mal sagen, dass ich schon mehrfach 300km mit einer Tankfüllung gefahren bin. Bei einem Tankvolumen von 10,1 Liter finde ich das eine bemerkenswerte Leistung.

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Kosten

Kilometerstand   Datum     Bemerkung                                                    Kosten   
        1000 km 18.04.20171000er Inspektion (In den Kaufpreis eingehandelt)---------
        1200 km 20.04.2017Gepäckträger von Bikerzbits angebaut  92,35€
        1350 km 22.04.2017Heizgriffe von Daytona angebaut  62,44€
        1350 km 22.04.2017USB-Steckdose angebaut    6,98€
        1350 km 22.04.2017Navihalterung abschließbar von Touratech für mein Garmin Montana 600 angebaut 119,90€
        1800 km  26.04.2017Foliatec Lackschutzfolie für den Tank  12,99€
        5000 km 17.05.2017Neuer Hinterreifen Bridgestone TW 302 F mit Schlauch 112,60€
        6300 km 05.06.2017Rücklichtbirne gewechselt    2,35€
        9600 km 16.06.2017Heckumbau (Kennzeichenhalter von R & G) 100,90€
      11440 km 14.07.2017Sitzbank von Kahedo umbauen lassen 300,00€
      12200 km 19.07.201712000er Inspektion, neuer Kettensatz, Reifensatz Heidenau K60 mit Schläuchen 681,82€
      20493 km 18.08.2017Neuer Hinterreifen Mitas E 07 ohne Schlauch 103,40€

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Am 13.04.2017 hab ich Sie bei Motorrad Huchting abgeholt und gleich mal eine kleine Runde gedreht:


Im direkten Vergleich zu meiner Twin lässt sich der Gewichtsunterschied schon erahnen.
Mit 157kg Vollgetankt ist sie dann gut 75 kg leichter. Hat aber für eine 250er eine stattliche Größe.
Leichter ist dann mit 135kg nur die CCM 450 die ich Anfang des Jahres zur Probe gefahren habe. Die ist aber im direkten Vergleich zur Honda ein Raubein neben dem sehr vibrationsarm laufenden Hondamotor.



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Über das Osterwochenende habe ich dann die ersten 1000km voll gemacht und Sie dann am 18.04.2017 zur Inspektion gebracht:


Es gab weder bei mir noch bei Honda irgendwelche Auffälligkeiten.
Da ich die erste Inspektion beim Kauf mit eingehandelt habe, kann ich zu den Kosten leider nichts sagen.

Angebaut habe ich dann Heizgriffe von Daytona, USB-Steckdose, Navi (Garmin Montana 600) mit abschließbarer Halterung von Touratech und einen Gepäckträger, den ich in Tailand über "Bikerzbits"  bestellt habe. Der war tatsächlich nach drei Tagen da und wurde von meiner Frau angenommen während ich auf der Arbeit war. Sie durfte dann auch gleich vor Ort den Einfuhrzoll bezahlen ;-)




Sehr praktisch ist auch das abschliessbare Werkzeugfach.


Der Kettenschutz ist allerdings etwas zu kurz geraten. Den habe ich etwas verlängert, da sie doch sehr mit Kettenfett um sich geworfen hat.


Die erste "Kurzreise" mit leichtem Gepäck ging dann vom 12.05.-14.05.2017 auf das Twindurotreffen auf der Tonenburg

Unterwegs waren wir mit 2 Stück R1200 GS LC einer Africa Twin RD07 und meiner CRF 250 Rally.

Es musste keiner auf mich warten. Ich konnte Problemlos mithalten und hab mit Abstand am wenigsten Sprit verbraucht :-)
Das Fahrwerk arbeitet hervorragend. Es schluckt jede Unebenheit ohne in den Kurven schwammig zu werden.
Einstellbar ist nur die Vorspannung des Federbeines.
Endlich mal ein Fahrwerk das ich selber komplett einstellen kann ;-)

Auf der Anreise haben wir selbstverständlich regennasse Strassen gehabt ;-(
Die Verkleidung hält aber schon eine ganze Menge ab.



Schön wars...



Das nächste Highlight ist eine Reise mit Kumpel Raimond in den Süden.
Geplant ist über kleine Strassen hinunter zu fahren und etwas westlich von Bern in die Schweiz einzureisen. Dann weiter südlich zum Lac Cenis, den wir hoffentlich umrunden können. Haben wir schon mal versucht (da noch mit der V-Strom) als wir dann leider vom Schnee ausgebremst wurden. Und von da an steht Schotter auf der Speisekarte. Assietta, Sommeiller, Monte Jafferau, LGKS, Maria Stura und was wir sonst noch schaffen.....
Dann weiter westlich übers Stilfser Joch zurück.
Autobahnen sind natürlich strengstens untersagt. :-)
Pfingstsonntag geht es los.
Das ist von der Jahrszeit eigentlich ein bisschen früh, da noch einige Pässe unter meterhohem Schnee begraben sind.
Anfang August haben wir aber schon eine Tour ans Nordkapp geplant.

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Hinterreifen

Nach gut 4000km hat der Hinterreifen noch 5mm Profil. Das wird für die Reise vermutlich nicht reichen.
Der original verbaute IRC Trails GP-22R in der Größe 120/80-18 62P gefällt mir eigentlich sehr gut. Er weist einen sehr guten Gripp sowohl auf der Straße als auch Offroad auf. Ich denke, dass der auch gute 7000km hält.
Also mal eben einen neuen ordern.
Denkste....
Auf dem freien Markt ist der nicht zu finden. Also ab zu Honda und da einen neuen besorgen.
Nach einem Blick in seinen Rechner hat er ihn auch schon gefunden. Aber irgendwie sieht er nicht glücklich aus.
Mit leichtem kratzen im Hals unterbreitet er mir den Preis und seine Gesichtsfarbe wechselt von Rot in Weiß.
V i e r h u n d e r t s e c h s u n d d r e i ß i g Euro!!!
Kein Witz.
Ich glaube es ist an der Zeit über eine alternative nachzudenken.

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Sitzprobe                                                                                       21.05.2017

Als kleine Vorbereitung auf die kommende Italienreise habe ich mich heute mal auf eine längere Tour begeben um mal auszuprobieren wir lange ich so sitzen kann. Bei bestem Wetter ging es los.
Ingesamt war ich 9.5 Stunden unterwegs und bin 570 km gefahren.
Nach Ankunft wieder zu Hause hätte ich tatsächlich noch weiter fahren können. ;-)
Das hätte ich der Sitzbank so nicht zugetraut, da die rund 7 cm schmaler ist als die der Africa Twin.
Ich denke, die funktioniert so gut, weil die sehr hart gepolstert ist.
Die Rally hat sich hervorragend geschlagen. Verbraucht hat sie wieder sagenhafte 3 Liter.

Das ist der Track der heutigen Tour (hellblau)

Etwa 80% der Stecke haben so ausgesehen.

Weiter auf Kreisstrasse 48???
Also Kreisstrasse können die Parchimer :-)
Davon waren ungefähr 5% dabei.

Weitere 5% waren weicher Sand.

Eine Hubbrücke für eine Sportboot-
schleuse

Und dann noch das Schiffshebewerk Scharnebeck

Die restlichen 10% der Strecke waren dann Bundesstrasse.

Hier der Track zu der Runde: 

Track Ludwigslust Parchim

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Nach 5000 km hat der Reifen, in der Mitte gemessen nun noch 3,5mm Profil.  Für die anstehende Schottertour kommt jetzt ein Bridgestone TW 302 F drauf, da der dem originalen Profil am nächsten kommt.                Mal sehen, wie der sich schlägt....

Da isser....


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Die Planung ist abgeschlossen.
Endlich kann es losgehen.
Morgen um 4 Uhr treffen wir uns bei Raimond und dann startet das Abenteuer.

Hab ich was vergessen? Das sieht irgendwie so wenig aus für eine achttägige Motorradtour. Nee... Auf diese Klamotten habe ich es nach all den Reisen reduzieren können. Da für dieses Abenteuer Zelt und Co leider aus gewichtsgründen zu Hause bleiben müssen, braucht es für Übernachtungen in Gasthöfen / Hotels nicht mehr.


Tag 1 (bis Oppenau-Lierbach) 792 km

Um kurz vor Vier komme ich bei leichtem Nieselregen bei Raimond an. Der ist auch schon Abfahrbereit und so geht es ohne große Verzögerung gleich los. An schlafen war eh kaum zu denken, da gegen 1 Uhr ein mächtiges Gewitter über uns hinweg zog. Zu dem Regen gesellt sich nun auch noch Nebel, der sich erst gegen 8 Uhr auflöst. Überall liegen abgebrochene Äste und Blätter. Wir kommen nur langsam vorwärts. Vorbei an Biggesee und Nürburgring arbeiten wir uns nach Süden vor. So gegen Mittag lässt der Regen langsam nach und den Rest des Tages ist es bewölkt aber trocken.

Mit der Fähre kreuzen wir für preiswerte 2 Euro bei Senheim die Mosel.

Am Nachmittag durchqueren wir einen kleinen Zipfel von Frankreich. Sehr schön anzusehen sind die liebevoll bepflanzten Strassenränder in den kleinen Ortschaften.(leider kein Foto gemacht)

Kurz nachdem wir wieder in Deutschland angekommen sind nisten wir uns in dem Gasthof Blume in Oppenau-Lierbach ein.

Der Gasthof liegt direkt an einer schön geschwungenen Straße und von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick darauf. Bei Bier und Schnitzel lassen wir den Tag ausklingen und können vom Tisch aus den vorbeifahrenden Motorräden zuschauen. Herz, was brauchst du mehr.........

Alle Bilder des ersten Tages findest du hier.


Tag 2 (bis Etroubles) 520 km

Kurz nach unserem Start in den 2. Tag kommen wir durch Wolfsbach.
Der Ort ist mit dutzenden von Fahnen geschmückt. Sieht klasse aus.

Auf der weiteren Route sehen wir von weitem eine Skisprungschanze auf einem Berg.
Die sehen wir uns dann mal von nahem an. Es ist die Langenwaldschanze in Schonach.
Kaum zu glauben, wie steil die ist. Die Landebahn wirkt so schmal, dass wir den Springern keinen Seitenwand wünschen. ;-)

Der erste Pass der Tour: Col des Mosses. Schade, dass wir für solch ein Kurvenschwingen so weit reisen müssen. Es macht einfach richtig Spaß.

Als wir uns dann dem großen Saint Bernard nähern fängt es stark an zu Regnen. Statt den Berg zu überqueren entscheiden wir uns für den Tunnel. Für 16,40€ pro Nase erkaufen wir uns trockene 5,8 km. In "Bella Italia" angekommen ist es dann auch wieder trocken.

In Etroubles beziehen wir im Hotel Bau Sejour Quartier.

Nachdem wir uns dann frisch gemacht haben bin ich in die Garage um nach dem Rücklicht zu sehen. Im Laufe des Tages war das nämlich ausgefallen. An der Stelle richte ich dann einen freundlichen Gruß an die japanischen Konstrukteure, die die gesamte Beleuchtung der Rally sogar inklusive des Hauptscheinwerfers in LED-Technik verbaut haben. Ausser halt dem Rücklicht. Hier funzelt eine Zweifadenbirne wie schon zu meinen Mofazeiten. Darum hier mal die Frage an euch: welche Birne ist euch jemals an euren Zweirädern kaputt gegangen? Richtig. Wenn etwas kaputt geht ist es immer das Rücklicht. Da mir auch das Heck nicht so richtig gefällt, werde ich mich der Sache zu Hause mal annehmen und auch das letzte Leuchtmittel gegen LED ersetzen.
Zum Glück konnte ich an einer Tankstelle eine Birne bekommen. Dumm nur, dass diese nur in 24 Volt zu bekommen war. Leuchtet nur halb so hell, hält aber länger... :-)
Zum wechseln der Rücklichtbirne baut man bei der Rally den Gepäckträger, die Sitzbank und die Kunststoffabdeckung des Hecks ab um dann Werkzeuglos mit einem Dreh die Glühlampe zu wechseln. Bravo

Alle Bilder des zweiten Tages findest du hier.


Tag 3 (bis Beaulard-Oulx) 393 km

Wenige Kilometer nach dem Aufbruch in den heutigen Tag kommen wir an einem Kawasaki / Gas Gas Händler vorbei. Hier können wir 1 Liter von dem guten Motorex 10 W 60 bekommem, das die Kati braucht. Von dem mitgenommenem halben Liter war am Ende des zweiten Tages nichts mehr da. Gut 200ml wollte sie jeden Tag haben. War für mich ein Grund mich von meiner 690 er damals zu trennen. Wer nimmt schon gerne ein Fass Öl mit auf Reisen... ;-)

Die Strecke an der Rückseite des Lac Cenis hat es auch dieses mal wieder in sich. Ein paar Schneebretter müssen wir umfahren. Dank der leichten Motorräder aber nicht besonders schwer.

Ein kurzer Blick vom Staudamm des Lac Cenis und ein Foto. Dann geht es weiter. Mit Staub in der Luft haben wir dieses Jahr weniger zu kämpfen als mit beschlagenen Visieren...;-)
Meine persönliche Schlacht um den Lac Cenis ist nun endlich geschlagen. Wir haben ihn komplett umrundet.

Ziemlich am Anfang des Weges hoch auf den Monte Jafferau kommen wir an diesem wunderschönen Wasserfall vorbei.

Bei der weiteren recht sportlichen Gangart(endlich Schotter) habe ich dann eine größere Steinplatte, die auf kipp lag mit dem Vorderrad erwischt. Die ist dann mindestens genau so sportlich nach oben geschnellt und hat sich dann in der rechten Motorverkleidung verewigt.


Nicht schön aber den Krümmer und vor allem den Fuß konnte sie erfolgreich schützen.

An der Galleria dei Saraceni (Jafferau Tunnel) angekommen hadern wir noch etwas mit uns. Sollen wir? Schließlich gilt der Tunnel als einsturzgefährdet.

Da die Neugier schließlich siegt bringen wir die Motorräder über den aufgeschütteten Erdwall in den Tunnel. Als wir gerade losfahren wollen kommen zwei gleichgesinnte mit ihren GS'n an. Da die niemals über den Wall zu bekommen sind entscheiden sie sich für den Rückzug und wir können starten. Gaanz leise ohne unnütze Vibrationen zu erzeugen....Das Herz schlägt bis zum Hals. Langsam tasten wir uns vor. Es ist wirklich Stockdunkel darin. Durch mehr oder weniger tiefes Wasser geht es dann um die Kurve bis zum andren Ende. Auch hier ist ein Wall aufgeschüttet, der sich aber mit einem Gasstoß überwinden lässt.

Auf der anderen Seite angekommen machen wir erst mal ein kleines Freudentänzchen. Was für ein Abenteuer. Jetzt kann uns nichts mehr aufhalten....

zumindestens bis hinter die nächste Kurve... Da der Tunnel gesperrt ist besteht natürlich auch kein großes Interesse daran den Weg in Schuß zu halten. Und so machen einige umgestürzte Bäume die Sache wieder spannend. Es geht über einige drüber, drunter und an dieser Stelle umzu. Nicht ganz einfach bei der Schräge  die der Berg hier an den Tag legt.

Nach einer herrlichen Schotterhatz kommen wir dann aber an ein Schneebrett welches uns die Weiterfahrt beendet.

1,2 km vor dem Gipfel müssen wir leider wieder den Rückweg antreten. Ein wahnsinns  Panorama hier. Wir fahren dann über "Gleise" wieder herunter.

Heute kehren wir im Hotel/Ristorante Al Veccio Mulino ein. Das Hotel wurde gerade vor einer Woche in Betrieb genommen und wir sind die einzigen Übernachtungsgäste.

Zur Feier des Tages bestellen wir die Grillplatte für zwei Personen und staunen nicht schlecht, was uns da alles aufgetischt wird. Es war ein Gaumenschmaus.

Alle Bilder des dritten Tages findest du hier.


Tag 4 (bis Oulx) 240 km

Heute stehen wieder ein paar große Namen der Enduroszene auf der Speisekarte. Hier ein See an der Anfahrt zum Col de Sommeiller.

Etwas weiter oben kommen erste Zweifel auf den Gipfel zu erreichen....

und so ist dann an diesem Schneebrett bei 2200 m Höhe auch leider schon Ende.

Nachdem wir wieder herunter gefahren sind nehmen wir den wünderschönen Strassen Pass Col de I'Echelle als Verbindungs-etappe zum nächsten Highlight, dem Mont Chaberton.

schon der Anhahrtsweg gestaltet sich äußerst interessant. Der Weg besteht aus recht groben Geröll und ist stellenweise recht steil.

Leider war der Schlagbaum, der den Weg hinauf versperrt geschlossen. Das der Chaberton offiziell gesperrt ist war uns ja bekannt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt....

Nach einer Cappuccinopause gingen wir dann die Assietta Kammstrasse an. Die konnte ich bisher noch nie komplett befahren. Schon bald lag dann ein kräftiger Baum quer über dem Weg.

da aufgeben natürlich keine Option ist, bringen wir die Enduros in stabiler Seitenlage mit dem Lenker auf dem Boden schleifend unter durch. Zu zweit ist das bei dem Gewicht noch ganz gut möglich

Kurz darauf haben wir auch schon den nächsten Kameraden vor uns liegen.

da wir unter diesem wohl nicht drunterher kommen, bauen wir uns eine Straße drüber weg. Direkt am Abgrund. Das muss man einfach ausblenden.....

nachdem wir dann auch noch den Erdrutsch, auf den schon das Schild "Gesperrt" am Anfang der Straße hingewiesen hat überwunden haben setzen wir unser Abenteuer fort.

Bis zu diesem Schild bin ich schon mal von der anderen Seite her gekommen. Also habe ich nun theoretisch die Assietta einmal befahren. Mal sehen, wie wir weiter kommen...

Der Wegweiser zum Gran Serin weckt unser Interesse und so entschließen wir uns für den kleinen Abstecher auf den Gipfel. Der Weg dahin findet sogar auf der Seite dangerousroads erwähnung.

Die Festung haben wir dann erst mal von Innen erkundet. Sehr aufregend da Stockdunkel darin. Mit der Handy Taschenlampe lässt sich auch nicht alzuviel ausrichten...

Der weitere Weg wieder auf der Assietta gestaltet sich äußerst schwierig, da hier doch noch sehr viel Schnee liegt. Wir treffen zwei gleichgesinnte Belgier, die auch gerade durch den Schnee kämpfen. Die beiden haben auch den eisernen Willen, die Assietta zu bezwingen. Sie sind über den Colle Delle Finestre in die Assietta eingestiegen und haben so die umgestürzten Bäume und den Erdrutsch umfahren. (Mädchen) Da das Schieben, Heben und Zerren durch den Schnee zu viert doch einfacher ist entscheiden wir uns zusammen zu bleiben.

hätte ich es gewusst, ich hätte Schneeketten mitgenommen...

Mitlerweile vollkommen erschöpft müssen wir uns an diesem Schneebrett eingestehen  dass es hier nicht mehr weiter geht. Was das für uns bedeutet ist uns natürlich klar...

Wieder durch den ganzen Schnee zurück? Das kann ich konditionell nicht schaffen. So schweift mein Blick durch die Landschaft und ich muss an die Worte von meinem Chef denken: du musst dir auf einer Zeichnung nicht nur die einzelnen Maße und Toleranzen angucken sondern die ganze Zeichnung. Und so wächst in mir der tollkühne Plan den Weg mal völlig auszublenden. So suche ich die schneelosen Stellen zusammen und bastel mir in Gedanken einen Weg zum Gipfel des Testa dell'Assietta. Es gelingt mir so tatsächlich alle Schneefelder zu umfahren. Obwohl der Spurt am Bergrücken hinauf schon von der Steigung her grenzwetig ist. Das Vorderrad wurde schon merklich leicht....
 

danach mussten wir also nur noch an den ganzen Bäumen vorbei zurück. Na ja, wir wissen ja wie es geht...
Völlig am Ende unserer Kräfte sind wir dann im Hotel Cheztoi (Das Bild ist vom nächsten Morgen) eingekehrt.

Da es nun schon recht spät war hatte das Restaurant bereits geschlossen. Der Hotelbesitzer konnte uns aber einen Tisch in der ansässigen Pizzaria reservieren, die auch komplett voll war. Bei Bier und Calzone haben wir dann diesen wahnsinns Tag geschlossen. An dieses Abenteuer werden wir noch lange denken....

Alle Bilder des vierten Tages findest du hier.


Nach reichlichem Frühstück geht's heute zuerst bei schönstem Wetter auf den Col d'Izoard.

Über diese Brücke im Parc Naturel Regional Du Queyras starten wie ahnungslos in die Herausforderung des heutigen Tages. Nach der Brücke geht's links rum am Fluß entlang.

Nach vielen Kilometern über immer grober werdendes Geröll hat sich der Weg mitlerweile auf einen Singletrail reduziert.

Wie Schade dass die Bilder immer den Steigungswinkel nicht herüberbringen können. Von diesen Spitzkehren kamen dann doch einige in Folge. Logisch, dass die Enduro nicht um diese Kehren herumkommen, da sie wohl doch eher für Wanderer gemacht sind. Diese Etappe hat so einiges an Schweiß gekostet. Als die Kati dann an einer dieser Kehren auf der Seite lag konnten wir schön sehen, dass sie sich einer Handvoll Schrauben entledigt hat. Der Seitenständer hing nur noch an einer und am Motorschutz fehlt auch eine. Da müssen wir irgendwo im Nirgendwo erstmal welche besorgen. Aber erst mal hier raus.

da haben wir doch tatsächlich mitten in der Pampa ein Rentnerehepaar gefunden, die gerade am Holz machen sind. Wir kein (wichtiges) Wort Italienisch,
 und die beiden keine andere Sprache, konnten wir dann aber doch irgendwie unser Begehr herüberbringen. Und so wurde nach und nach eine Schäferkiste nach der anderen geholt, bis wir alle Schrauben wieder dran hatten. Vielen Dank an die italienische Hilfsbereitschaft.

Weiter ging es nun über den Colle dell'Agnello. Ein herrlicher Pass wo ich endlich mal allen 25 Pferden so richtig die Sporen geben konnte... ;-)

Am Colle di Sampeyre angekommen machen wir eine kurze Pause und finden hier den Einstieg in die Varaita Maira Kammstrasse.

Schotter vom feinsten finden wir hier vor.

Ein Stück weiter am Passo Colombardo....    Wahnsinn solche Gebäude hier oben zu errichten. Wie haben die nur das Material hier hoch bekommen?

Passender Weise finden wir im Hotel Piemonte Quartier. Heute müssen sich die Motorräder mit einem Platz in einem Carport des Innenhofes zufrieden geben.

Alle Bilder des fünften Tages findest du hier.


Hier mal eine typische italienische Ortsdurchfahrt. Wobei das noch eine breite Variante ist.

Das erste Highlight heute ist die Galleria Rosazza. Ein 400 m langer Tunnel aus dem Jahre 1897. Er ist der höchste befestigte Punkt des Colle della Colma. Die Fahrt hier herauf und auf der anderen Seite wieder hinunter ist ein echter Genuss, da die schmale Straße unzählige enge Serpentinen hat.

Oben auf dem Simplonpass gönnen wir uns ein Stück Apfelkuchen und einen Cappuccino bei bestem Wetter.

Ganz nebenbei gibt's auch noch einen Kettenspray Vergleichstest. Ich schwöre eigentlich seit Jahren auf das Weiße von S100. Zumal es das ja auch in diesen kleinen Sprühdosen gibt. Angeblich wiederbefüllbar mit der großen Sprühdose. Ich habs mehrfach versucht aber immer nur wenig hinein bekommen. Wenn bei meiner Kette die Laufrollen bereits trocken laufen

ist Raimonds Kette bei der Kati noch bestens geschmiert. Er hat das Procycle Kettenspray in einer etwas unglücklichen Reisegröße ;-) dafür funktioniert das aber hervorragend. Dieses Bild hat sich uns auf der ganzen Tour geboten. Egal ob Nass, Trocken oder Schottergepudert.

Weiter geht's auf den Furkapass. Ich könnte ständig Kurven fahren....egal ob geteert, geschottert oder weicher Sand.

Der nächste Pass den wir auf unserer Schweiz- durchquerung von Südwest nach Nordost erklimmen ist der Oberalppass.

Nach wunderschönen 502 gefahrenen Straßen-kilometern endet der heutige Tag in Chur im Hotel Sommerau. Die Schweiz ist ein echt schönes sehr aufgeräumtes Land. Mittlerweile stellt sich meine Sitzbank als nicht ganz perfekte Tourenbank heraus. (Sicherlich die mildeste Beschreibung die mir einfällt). Da werd ich mich Daheim mal drum kümmern müssen. Die Bank war im Neuzustand ein ganzes Stück härter.
Nun sitz ich die schon nach 1 Stunde Fahrzeit durch. Ich sitz dann tatsächlich direkt auf der Kunststoffschale.

Mit dem Motorrad direkt vor die Zimmertür? Im Hotel Sommerau Standard...

Alle Bilder des sechsten Tages findest du hier.


Der Arlbergpass ist der letzte Pass dieser Tour und so kosten wir den noch mal voll aus.

Der letzte Schnee auf dieser Reise...

Mitlerweile wieder in Deutschland fahren wir immer noch herrliche schmale Straßen.

Nach gut 700 km gönnen wir uns heute zum Tagesschluss ein schönes Schnitzel (eigentlich sind es zwei) im Langgasthof Hochspessart und fallen danach erledigt und zerstochen ins Bett.

Alle Bilder des siebten Tages findest du hier.


Kaum 1 Stunde gefahren hat die Kati an der Vorderhand keine Bremsleistung mehr. Nach kurzer Untersuchung stellen wir fest, dass der Vibrator die Klemmschraube für die Feineinstellung des Bremshebels entsorgt hat. So hat sich die Einstellschraube nach und nach herausgedreht. Wieder ein Stück hineingeschraubt ist die Bremse für die restlichen Kilometer wieder fit.

Kaum haben wir mal unsere schmerzenden Hinterteile einigermaßen vergessen, kommen wir durch die Ortschaft "Böß-Gesäß". ;-)
Na toll....

Ca. 50 km nördlich vom Diemelsee gibt es das letzte Schnitzel der Tour. Abwechslung ist echt wichtig....

Am späten Nachmittag kommen wir nach einer unglaublichen Reise wieder zu Hause an. Was haben wir wieder alles erlebt. Wenn man sich mal so überlegt, was die Motorräder so alles aushalten mußten, ist schon echt beeindruckend das da nicht irgendwas wichtiges dran kaputt gegangen ist. Die CRF 250 Rally ist eine klasse Enduro. Im Schnitt hat sie 3.2 Liter verbraucht. Wenn Du der Meinung bist, dass sie zu wenig Leistung hat, hast Du definitiv die falsche Route gewählt.....

Alle Bilder des achten Tages findest du hier.

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Auf der Schottertour war mir bereits am zweiten Reisetag die einzige Glühlampe am Motorrad durchgebrannt. Die werde ich nun durch ein LED Rücklicht ersetzen. Da mir das Heck optisch so auch nicht so gut gefällt wird auch das gleich mit angepasst.

Die originale Kennzeichen-halterung wird komplett entfernt uns durch eine neue von R&G ersetzt.
Es gibt diesen Halter inkl. Rücklicht wahlweise in weiß oder rot für die CRF 250L. Den hab ich mir bestellt. Da die Rally original schon LED Blinker hat habe ich mir Halterungen dafür selber gebaut, denn ich finde, die sehen auch sehr gut aus.

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das der gute Schutz vor Spritzwasser dabei auf der Strecke bleibt, versteht sich von selbst. Schönheit hat halt ihren Preis....

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Nun hat sie die 10000 km Marke überschritten. Der einzige defekt auf der Distanz war die durchgebrannt Rücklichtlampe. Ein Ölverbrauch ist nicht meßbar. Ungewöhnlich finde ich nur, dass der Kettensatz schon vom markierten Spannweg her an der Verschleißgrenze angekommen ist. Bisher haben meine Kettensätze auf anderen Motorrädern mindestens 20000 km gehalten.

Der originale IRC Vorderreifen hat nach 10000 km die Stollentypischen Sägezähne bei denen die Profiltiefe an der geringsten Stelle immer noch 3,5mm beträgt. Das finde ich eine gute Leistung.

Der Bridgestone TW 302 sieht nach nun 5000 km vom Verschleißbild genau so aus wie der original verbaute IRC mit der gleichen Laufleistung und hat auch noch die gleiche Restprofiltiefe von gut 3 mm. Der hat sich auf der Schottertour sehr gut geschlagen. Den würde ich noch mal aufziehen.

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Diesen Endurowandern-Tip habe ich bei Svendura gefunden. Eine faszinierende Seite auf der das Endurowandern von A bis Z mit spitzen Berichten erklärt und zelebriert wird. Da gibt es Lesestoff für viele Abende....
Dieser Kurztrip soll nebenbei auch dazu dienen, die CRF 250 Rally mit komplettem Reisegepäck auszuprobieren.

Auf diesem Bild siehst Du meine XT660Z Tenerè auf der Pyrenäenreise im Sommer 2016. Auf dieser 10-tägigen Reise haben wir auch jeden Tag gezeltet. Da haben wir die Pyrenäen offroad von Ost nach West durchquert. Abenteuer vom Feinsten.
Aber, ich schweife ab.. Eigentlich geht es hier ums Gepäck. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, das Gepäck in zwei wasserdichte Taschen zu packen. In der unteren, hier das Ortlieb Rack Pack 89 Liter sind alle Sachen, die absolut trocken bleiben müssen: Jeans, Schuhe, T-Shirt, Schlafsack, Küche, Isomatte, Kissen.
In der oberen Louis-Gepäckrolle habe ich das Zelt, Groundsheet, Outdoorhandtuch, dünne Regenjacke mit Kapuze. Alle Sachen, die ich nass einpacken kann und auch schon sehr oft durfte ;-) In den Pyrenäen übrigens jeden Tag!!!!

Kleineres Motorrad, kleineres Gepäck. Nachdem ich mein ganzes Gepäck nun noch einmal in Frage gestellt habe, konnte ich noch mal deutlich reduzieren, denn die Frage sollte immer sein: muß das wirklich mit und nicht wie kriege ich das mit. Denn beim Fahren durchs Gelände zählt jedes Kilo. Nun habe ich das Rack Pack 89 Liter gegen das mit 49 Liter ersetzt. Es geht jetzt schon etwas knapper zu aber es passt.

An diesem Wochenende findet in Scheeßel das Hurricane-Festival statt. Da hier schon wieder sehr starker Anreiseverkehr herrscht und mein Weg diese Welle kreutzt habe ich schon im Vorweg schöne kleine Nebenstraßen herausgesucht...

Mit der Fähre Landwehr geht es KOSTENLOS über den Nord-Ostsee Kanal.

Hier der Grenzübergang Bögelhuus nach Dänemark. Zum Glück haben die hier solch eine riesige Werbetafel aufgestellt sonst hätte ich den Länderwechsel gar nicht bemerkt ;-)

Kurz vor dem Deich über den es auf den Mandø-Ebbevej geht kommen die imposanten Mandø Traktorbussen mit denen man auf die Insel fahren kann zum Vorschein. Der Anhänger ist wie ein Reisebus aufgebaut. Die Insel ist bestenfalls zwei mal täglich bei Niedrigwasser zu erreichen oder zu verlassen. Bei ungünstigen Windverhältnissen oder Sturmflut ist das dann wohl nur mit dem Boot möglich ;-)

Kaum über den Deich gefahren geht es endlich los. Nach Navi sind es zu Beginn des Schotterweges noch gut 8 km bis auf die Insel. Die Spannung steigt mächtig. Das ist doch schon eine lange Distanz sollte es irgendeine Panne geben...

Auf dem Schild wird noch einmal freundlich darauf hingewiesen den Weg nicht ohne Kenntnisse über die Gezeiten zu fahren. Diese Kenntnisse habe ich mir schon Gestern beim Mandø Brugsen lelefonisch eingeholt. Der Brugsen ist der Einkaufsladen und die Schaltzentrale der Insel. Der Campingplatz wird auch hier verwaltet und so habe ich mir hier für heute angekündigt. Bis 19 Uhr ist geöffnet. Alles kein Problem.

Nun steh ich hier mitten auf dem Weg auf dem Meeresgrund weit und breit kein Land zu sehen und bin total beeindruckt. Das ist jeden Kilometer der Anreise wert. Hier noch ein paar Rundumblicke.

Am Brugsen angekommen, Regen hat eingesetzt (Logisch) möchte ich mich zum Zelten anmelden. Der Laden ist verschlossen. Also wieder aufs Motorrad und den Campingplatz suchen. Nachdem ich dann die Insel erkundet habe ohne den Campingplatz zu finden fahre ich wieder zum Brugsen. Ich habe da vorhin eine Informationstafel (ist was für Anfänger) im Augenwinkel gesehen. Nach kurzem Studium derer stelle ich dann fest, dass die Einfahrt zum Platz genau gegenüber ist. Ich brauch mich also nur umdrehen und bin schon da. Das Gute ist, der Regen hat ein wenig nachgelassen. ;-)

Nachdem ich mich dann mit einem freundlichen dänischen Camper unterhalten habe hat der mir dann erklärt, dass der Laden bei solch einem Wetter meistens schon um 17 Uhr schließt. Ich soll mir einen Platz aussuchen und morgen früh ab 8 Uhr ist der Laden wieder geöffnet.
Gesagt getan. Bei leichtem Nieselregen baue ich das Zelt auf. Ist zwar schon fast ein Jahr her klappt aber gut. Erst alles aus der ersten Tasche heraus holen und wenn das Zelt steht die Tasche mit den trockenen Sachen von außen mit einem Mikrofasertuch, dass in der Tasche mit dem Zelt mitfähr, abwischen und ins Zelt legen.

Ist alles fertig ist es so gemütlich, dass ich am liebsten gleich reinschlüpfen würde. Es ist so schön in dem warmen Schlafsack zu liegen wenn der Regen aufs Dach plätschert....

Es gibt hier eine Küche mit Aufenthaltsraum. Dieses Geschenk nehme ich bei dem Wetter natürlich gerne an, obwohl es eigentlich am schönsten ist direkt am Zelt zu kochen.
Nach kurzer Zeit merke ich dann auch endlich, dass für den Herd dänische Kronen benötigt werden um aus ihm etwas Wärme zu entlocken. Da die Kreditkarte nicht hinein passt und der Laden geschlossen hat ist es wohl Zeit für ein
en anderen Plan....

Geht doch...
Der Gaskocher hat auch viel mehr Power und ich bin schließlich am Zelten.
Zuerst eine Kleinigkeit Mettenden anbraten. Und dann den Gulaschtopf mit den Nudeln drüber weg. Lecker...

Mahlzeit!
Noch ein zwei Bier dazu und dann ins Bett. Morgen früh werde ich dann auch noch erfahren, dass zum Duschen auch Kronen gebraucht werden. Aber das ist erst morgen...

Alle Bilder des ersten Tages findest du hier.


Nach der Dusche im Waschbecken baue ich das Zelt in einer kurzen Regenpause ab, bezahle im Brugsen und mache mich auf den Heimweg.

Der Blick vom Inseldeich zum Festland. Schade das es schon wieder zu Ende geht. Mit einem letzten Blick über die Schulter verabschiede ich mich von der Insel und stoße ins Meer....
Ich komme wieder.

Irgendwann komme ich an dieser Kirche vorbei. Die macht solch einen gepflegten Eindruck, dass ich hier eine Pause einlegen muss. Schon beim Auffahren auf den gekiesten  Parkplatz habe ich ein schlechtes gewissen. Der ist komplett und Kerzengerade geharkt. Der Blick über die Mauer zeigt einen angrenzenden Friedhof, wie ich es schöner angelegt noch nicht gesehen habe. Sorry für die Spur im Parkplatz aber ich konnte keine Harke finden...

Hier rechts geht es nach Rømø. Da bin ich vor Jahren oft gewesen. Zu der Zeit noch auf vier Rädern mit Geländewagen. So hat das alles angefangen..

Wieder daheim. Da der gesamte Rückweg verregnet war gibt es hier nicht so viele Bilder. Es war ein klasse Kurztrip den ich jedem empfehlen kann. Es ist schon ein tolles Gefühl über den Weg die Insel zu erreichen...

Alle Bilder des zweiten Tages findest du hier.

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Nachdem die Sitzbank an Härte deutlich nachgelassen hat, habe ich mich dazu entschlossen, meine von Kahedo umbauen zu lassen. Auf meiner 690 er Enduro habe ich auch eine Kahedo gefahren. Der Unterschied zur Originalen war gewaltig.

Heute ist sie endlich gekommen. Ich habe meine Originale am Montag abgeschickt und nun am Freitag der darauffolgenden Woche das Objekt meiner Begierde zurück erhalten.

Da die Rote bereits nach 10000 km anfing sich schwarz zu verfärben, habe ich beschlossen sie in Schwarz beziehen zu lassen. Ich finde, es steht ihr gut. Die Sitzprobe viel schon mal sehr gut aus. Morgen werde ich mal eine ausgeprägte Runde durch den Harz drehen um die Sitzbank für die anstehende Nordkaptour auf Herz und Nieren zu testen.

Harzrunde 758 km                                                                        15.07.2017

Diesen Routentip habe ich bei Kumpel Arnd in einer seiner Motorrad-Zeitschriften gefunden. Die Route ist 250 km lang und hat richtig Spaß gemacht. Die lässt sich mit jedem Motorrad gut fahren. Mit An- und Abreise waren es dann 758 km in 12 Stunden. Die Sitzbank hat damit ihre Feuertaufe bestanden ;-) Die ist nun ca. 3 cm breiter und wesentlich härter. Jetzt sitze ich auf ihr und versinke nicht darin. Der Hintern ist nun zwar auch noch zu spüren, schmerzt aber lange nicht mehr so. Da haben die bei Kahedo wieder ganze Arbeit geleistet.....


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Mit 12200 km hab ich die Rally heute zu Motorrad Huchting zur Inspektion gebracht. Ich hab sie dann neben den Vorführer gestellt, mit dem ich noch im April die Probefahrt gemacht habe. Auf dem ist der optionale Aufklebersatz verklebt. Ist mir etwas zu bunt. Neben der Inspektion bekommt sie noch einen neuen Kettensatz und beide Reifen neu. Diesmal kommen da Heidenau K 60 drauf. Mit denen habe ich in Sachen Laufleistung und Nassgrip auf der Strasse die besten Erfahrungen gemacht. Da die Nordkaptour ca. 7500 km lang sein wird, kommen die bisher gefahrenen Stollenreifen nicht in Frage, weil der Hinterreifen die Distanz nicht durchhält.

Als Ersatzfahrzeug hab ich dann den X-ADV mitgenommen. Eine Mischung aus Roller und Motorrad. Mit Speichenrädern, Upside down Gabel, Doppelkupplungs-getriebe ( DCT ) und Kettenantrieb schon ziemlich Einzigartig. Die 750ccm sorgen schon für reichlich Vortrieb. Macht auf seine Art echt Laune.

Heute habe ich sie mit neuen Reifen und neuem Kettensatz wieder abgeholt . Fährt sich wie ein neues Motorrad. Jetzt merkt man erst, wie eckig die Reifen schon gefahren waren. Sie lenkt viel besser ein, fällt quasi von alleine in die Kurve.

Sie läuft auch bei höheren Geschwindigkeiten viel ruhiger. Ich denke, dass kommt vom Kettensatz. Die Kette musste ich zum Schluß schon alle 200km nachspannen. Ich hoffe der neue Satz hält länger...


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Nachdem es hier heute den ganzen Tag bis zur Kaffeezeit geregnet hat, bin ich dann danach zu einer kleinen Runde ins Weserbergland aufgebrochen. Der Scheitelpunkt der Tour war dann der Bikertreff "Die Kurve" (früher Günter's Kurve). Da ist bei gutem Wetter immer richtig was los. Heute war trotzdem Samstag ist nix los. Muss wohl am Regen liegen..;-)
Für mich war's gut so. So konnte ich die Reifen unter echten Norwegenbedingungen ausprobieren. Was soll ich sagen? Der Heidenau K 60 ist mein persönlicher Regenprofi.
Den habe ich auch auf allen Enduros vorher schon gefahren. Es ist echt beeindruckend, wie der auch unter schlechtesten Strassenbedingungen zupackt. Wenn ich überhaupt etwas zu meckern habe, dann ist es die Optik am Hinterreifen. In der Größe 120/80-18 wirkt der im Vergleich zu den Stollenreifen sehr schmal. Jammern auf höchstem Niveau...


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Die Reise-vorbereitungen sind abgeschlossen. Die Routen (Insgesamt 26 Stück) sind auf dem Navi und zusätzlich auf dem Handy gespeichert. Bei der Routenplanung versuche ich die Länge der Route auf max. 300 km zu begrenzen, da es im Falle einer Neuberechnung sonst zu lange dauert bis das Navi wieder startklar ist. Autobahn ist natürlich auf der gesamten Strecke tabu. ;-) Ich habe versucht wieder die abgelegensten, kleinsten Strassen und Wege herauszusuchen. Bin gespannt was dabei heraus gekommen ist. Am Dienstag werde ich etwas früher Feierabend machen, da Raimond und ich um 14 Uhr starten wollen. Die erste Etappe ist ca. 400 km lang und bringt uns im Bogen über Landstraßen an der Verkehrskatastrophe Hamburg vorbei ein Stück nach Dänemark hinein. Dort haben wir eine Übernachtung Bed & Breakfast reserviert, da wir wohl erst gegen 22 Uhr dort eintreffen werden. Unsere Fähre Hirtshals - Kristiansand fährt am Mittwoch um 12.15 Uhr. Um die rechtzeitig zu erreichen, mit etwas zeitlicher Sicherheit, müssen wir dann so gegen 5 Uhr wieder los. Das ist mit Zelten schlecht zu machen. Da wir die üblichen Verdächtigen wie Lysebotn, Geiranger, Trollstiegen, Snowvegen, Videfossen, Aursjøvegen etc. 2015 auf unserer Norwegen / Schweden Tour schon bestaunt haben geht es diesmal daran vorbei bis zur Höhe von Steinkjer. Dort haben wir 2015 nach Westen in Richtung Schweden abgedreht. Von da aus geht es dann über den Polarkreis und die Lofoten zum Nordkap. Zurück geht's dann durch Finnland, Schweden, Norwegen, Schweden, Rødby - Puttgarden.

Hier der Inhalt meines 49 Liter Rackpack's. In der unteren Reihe von links nach rechts: Kulturbeutel, meine neue lange Merino-Unterwäsche (stolz), Tasche mit Brot, Marmelade (süß muß morgens), Kaffee, Gaskartusche, Stirnlampe LED (spart Strom), Schuhe (stark komprimierbar) und Badelatschen zum Duschen, Beutel mit Thermomatte und Kissen, Daunenschlafsack (sehr großes Packmaß aber so Kuschelig und warm...) im originalen Packsack meines Zeltes (hat genau die Länge des Rackpack's). In der oberen Reihe von links nach rechts: Jeans, Unnerböx, T-Shirt, Funktionsjacke, kurze Hose zum Duschen, gepolsterte Tasche mit Kocher, Teller, Besteck, 2 Feuerzeuge, Bratpfanne, Öl, Gewürze, Spülmittel, Mikrofasertuch, kleiner Pfannenwender aus Holz zum Schutz der Teflonbeschichtung der Trangia-Pfanne, kleine gepolsterte Tasche mit Ladegerät für Handy und Navi für den Fall, dass die Stomversorgung vom Motorrad aufgibt, Ersatzschlüssel (hab meinen schon oft verlegt aber zum Glück immer wiedergefunden) und grüne Versicherungskarte, kleiner Beutel mit Kettenspraydosen, Thermo-Kaffeebecher (kalten Kaffee krieg ich nicht durch den Hals), Mütze gegen den Wind und Schlafmaske da es im Sommer nördlich des Polarkreises nicht Dunkel wird.

Im "nassen Packsack" hab ich alles, was naß werden kann: Zelt, Groundsheet, Regenjacke mit Kapuze, Outdoorhandtuch und Mikrofasertuch zum abwischen des Zeltes oder des Rackpack's vor dem Wurf ins Zelt...


Tag 1 (bis Bylderup Bov, Dänemark) 403 km

Es geht endlich los..
Ich mache um 13 Uhr Feierabend und eile nach Hause. Die Rally steht fertig beladen in der Garage. Als ich mich in die Mopedklamotten geschwungen habe höre ich auch schon Raimond kommen. Pünktlich um 14 Uhr rollen wir vom Hof.

Als wir endlich den zugebauten Dunstkreis von Hamburg hinter uns gelassen haben überqueren wir die Grenze nach Dänemark am kleinen Übergang Bögelhuus. Von hier an wird die Gegend ländlicher. Herrlich.....

So gegen 21 Uhr erreichen wir unsere im voraus gebuchte Übernachtungsstätte. Uns erwartet ein geräumiges Doppelzimmer mit Bad auf dem Flur. Da wir morgen um 5 Uhr wieder abfahren werden die beste Möglichkeit zu nächtigen.

Alle Bilder des ersten Tages findest Du hier.



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Aus aktuellem Anlass muß ich den Nordkap Bericht mal eben unterbrechen. Nachdem ich nun zwei volle Feierabende die Rally geputzt habe, hab ich heute meinen neuen Hinterreifen eingebaut. ALTER SCHWEDE ! ! ! ! Das ist aber mal ein Reifen.....Ich freu mich gerade wie ein kleiner Junge (wenn ich genau schreiben würde wie sehr, würde meine Seite vermutlich wegen pornografische Inhalte gesperrt werden)  ;-)

Das der Heidenau K 60 mir recht schmal vorkam hatte ich ja schon geschrieben. Aber das, in Worten DAS..... ist ja kaum zu glauben. Ich hab schon zwei mal die Größenangabe gecheckt, die stimmt. Solche Toleranzen bei der Reifendimension hätte ich nicht für möglich gehalten. Die sieht jetzt ja aus wie eine Trailmaschine..... So, ich geh mich noch ein bisschen freuen, bis später....